Kreisstraat

Gedankegang

Us eme höche Fenschter e neui Sicht. E lampe baumlet zentral vor sich hi. De Wind, wod Fensterrahmeglenk kanrre laht und ich e frischi Brise verspür, en Huch vome neue Lebe.

Villes da isch super toll. Malerischi Hüüsli a verwinkelte Gasse, s Wasser flöst dem Alte, wo sich mit em ville Junge mischt, Läbe ih. – wieso bin ich i dem Zimmer a schriibe?

Dusse isch es schön, det gahts ab. D Lust am Erlebe, Sache in Bewegig, es pulsiert, genau wie ich’s wott. Es isch nur en Steiwurf, es uf de Sattel schwinge und nachere Minute wieder abstiige vo mir entfernt, doch schiints mengisch trotzdem unerreichbar.
D Linde hinter de doppelte Glasschiibe schaucklet sich sunnebeschune im Wind am abig entgege. Es Stimmegwirr ertönt usem tote Winkel, unde vor em Ihgang, vo mine Mezzanine us unsichtbar, fröhlichs Fiirabiggeflittere. Jetzt um die Uhrziit isch immer hüüfiger s verstimmte brumme vo beschlünigende Busmotor zghöre, meh als das vo Autos – die rote Fahrbane und di erhöhte Streife nebenddra, usschlüsslich Bus und Velo, guet, es het no es Parkhus nebeddra, für die wos würk nöd lah chönd und 6,49 Euro pro Stund zahle wend.

So isch es, da zwüsche mir und em, leide ein Stock zhöche, eher grusig-gelbe Backsteigebäude doch eher friedlich. Klar, en Durchgangsort und keine zum verwiile, aber au nöd hektisch. Zwüschehlat Utrecht-Kruisstraat, uf em Weg id Selbstständikeit voller neue Erfahrige und Impressione.