
My top 5 grey-cloudy thought processes from 2025. enjoy!
Die welt zieht durchs perfekt plazierte, beschlagene glasfenster vorbei. viele impressionen, dinge vergehen. manche waren, andere nicht, nochmal andere sind es nicht geworden. und nochmal andere dafür schön, verdammt schön. ein paar sind es mal gewesen, wurden es aber nicht mehr. dann beissen sich schöne erinnerungen mit verlangen, gerührt undter das unverständnis über das vergehen und veränderungen in der zeit.
Wenn sich die albiskette und der züriberg wie zwei blau-weisse mauern vor dir in die höhe türmen, die graue wolkendecke sich das limmattal hindurch bis über den zürisee erstreckt und diese sporadisch, für einige tage von der sonne durchlöchert wird, dann, mein lieber, willkomme in züri. wilkommen in meinem lebensbegleiter, in einer stadt, die wie ein chamäleon versucht, seinen diversen rollen gerecht zu werden, doch bekennt sie selten farbe.
Ich bin’s wetter. schnell verbiziehend, sicht inere luftige, wiss-graue wulchedecki benebelt. gspickt mit blaue felder und mengisch klare sicht. scharfi konture verschwümmed im wind. d decki zieht sich zue, über de chopf, ich bi nur chutz zum strahle cho. es wird chälter. d bäum, wo ebe grad no farb bekennt hend, sind sie wieder am verlüre – isch das jetzt es grusigs, trochenigs brun oder gold miteme kupferstich? verlürt mer blötter, oder befreit mer sich vo ballast, verschafft sich en klare chopf und es reins gwüsse, um denn wieder ufzblühe? en frische wind, es uf de rücksiite no prall-grüens spitzahorn-blatt wird id höchi tribe und seglet turbulent über d strass. und wieder zrugg, mitgrisse vom fahrtwind, ohni selber en ihfluss druff zha. ich bin wie’s wetter, und bruch au en frische wind. aber ich entscheid selber wodure. morn früeh los, und wenni zrugg bin, lieget anderi blätter vor em fenster. settigi wo druff wartet beschriebe zwerde, als teil vo dine gschicht.
Quo vadis, wohin des weges? wo wottsch ane, und wieso? d zuekunft isch inherent mit em präsens verbunde, jedi aktion und gedankegang lüütet de nöchschti ih. was isch mit dine zuekunft, het sie überhaupt eini? quo vadis, quid vides, wenn dir en graue schleier dunnschtige morgenebel dini sicht, ussicht ufd traumfelder und luftschlösser, trüebt. hinder de wulche schiint d sunne immer, doch mues mer zersch mal dert anecho, die monotoni palette durchdringe. es het nüt mit muet ztue, d ziit isch immer schneller. sich so fest de erquickende wärmi entgegesehnend, doch isch es genau die sehnsucht, s unbedingt welle warm ha, wo zum früre bringt. de weg ischs ziel, teil devo – lieber händsche ahzieh, die fiine wasserperle uf em gsicht gnüsse, die frischi, chüeli luft tüüf ihatme, mit offene auge – villicht het sich uf em weg zum liecht ja no en schlafende traum versteckt.
Ein bierglas gefüllte leere auf dem tisch. dumpfe beschlagenheit, wie die kondestropfen, welche langsam über die schiefe ebene gleiten und eine klare spur hinterlassen. eine spur klarheit in einer sonst trüben stadt, neblige sicht, autoabgase. alleine geht die zeit langsamer vorbei, der moment hat sich einen schleier aufgesetzt, ein monotones mischmasch. ich möchte ihn wegreissen, abziehen eigentlich. ihm ins gesicht sehen und voll auskosten, ungedämpft, in mein eigenes gesicht sehen, ohne fremdeinwirkung in der interaktion. schwierig, in dieser stimmung.
